Berlin/Panketal - Ein Birkenwäldchen, ein Stück Kiefernforst, dann eine Fichteninsel. Dazwischen Eichen, diverse andere Bäume und immer mal eine Weidefläche – so wie dieser Wald rund um Hobrechtsfelde, Gemeinde Panketal, sieht kein normaler Berlin-Brandenburger Forst aus. Und dann tauchen Tiere aus dem Wald auf, wollige Rinder – robuste alte Rassen. An anderer Stelle streifen aus Osteuropa stammende, wildpferdähnliche Konik-Pferde herum. Am zarten Elektrozaun, der den Waldweg für Menschen vom Reich der Tiere abgrenzt, informiert ein Schild über einen wertvollen Tierbestand.

Der Hobrechtswald fällt in mancher Hinsicht aus dem Rahmen. Hundert Jahre lang ergoss sich über die Flächen am nördlichen Stadtrand Berlins das Abwasser der Millionenstadt aus den Rohren des Kanalisationssystems auf die sogenannten Rieselfelder. Der märkische Sand diente als riesiger Schmutzwasserfilter. Die Verrieselungssysteme wurden unter der Leitung von James Hobrecht (1825–1902) angelegt, der als Stadtbaurat die Kanalisation für Berlin entwarf.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzt Zugang zu allen Online-Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio für nur 9,99 € im Monatsabo.

Jetzt abonnieren

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.