Berlin - Seit kurz nach 13 Uhr stehen die Signale auf Rot – und dabei wird es wohl erst einmal bleiben. Am Freitagmittag mussten die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) den Betrieb auf der U-Bahn-Linie 2 zwischen Potsdamer Platz und Mohrenstraße einstellen. Dies geschah, weil es auf der Großbaustelle Leipziger Platz am U-Bahn-Tunnel plötzlich einen Grundwassereinbruch gegeben hatte. „Jetzt klären Gutachter, ob der Tunnel unterspült worden ist“, sagte die BVG-Sprecherin Petra Reetz. Wie lange die normalerweise stark genutzte Ost-West-U-Bahnstrecke in Mitte unterbrochen bleibt, konnte sie am Freitag noch nicht sagen. Reetz: „Wir gehen davon aus, dass die Sperrung einige Tage dauert.“

Rund 200 Meter lang, 100 Meter breit und 20 Meter tief ist die Baugrube unweit vom Potsdamer Platz, in der am Freitag ein Problem auftrat. „Bauarbeiter bemerkten, wie der Boden plötzlich matschig wurde – wie bei einer Flut“, sagte Andreas Fettchenhauer, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Leipziger Platz 12, der Berliner Zeitung. Es gab eine Schlammwelle, dann sackten auch noch rund drei Kubikmeter Erdreich weg. Ohne Zeit zu verlieren, verständigten die Arbeiter den Polier und den Bauleiter, der gleich die BVG anrief. Denn der Grundwassereinbruch ereignete sich nahe der Voßstraße beim U-2-Tunnel.

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