Berlin - Packungen mit Binden und Tampons türmen sich in der Glasbox am Ausgang des Drogeriemarkts Budni in der Schönhauser Allee im Stadtteil Prenzlauer Berg. Roksana Witusinski vom Berliner Verein Social Period blickt zufrieden auf die gut gefüllte Spendenbox. „Wir mussten die Boxen bereits vergrößern. Es freut mich, dass so viele Berlinerinnen und Berliner Menstruationsprodukte kaufen und für Menschen spenden, die sich keine Tampons und Binden leisten können“, sagt die 29-Jährige.

Denn wer menstruiert, weiß: Die monatliche Periode geht ins Geld. Alleine Tampons und Binden kosten, je nach Menge, bis zu vier oder fünf Euro. Doch viele Frauen und Mädchen können sich das nicht leisten. Besonders stark von der sogenannten Periodenarmut sind obdach- und wohnungslose Frauen betroffen. Allein in Berlin gibt es Schätzungen zufolge zwischen 6000 und 9000 Menschen ohne Obdach, davon etwa 2500 Frauen, so die Berliner Obdachlosenhilfe. Da Tampons und Binden fehlen, improvisieren die Frauen oft mit Zeitungspapier und Stoffresten.

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