Man konnte die Warnung förmlich herauslesen: Liebe Islamisten, macht schon mal Eure Festplatten sauber und bringt Euer Geld in Sicherheit, denn bald kommt die Polizei. Torsten Akmann, Staatssekretär von Innensenator Andreas Geisel (SPD) hatte im Januar vor dem Innenausschuss des Abgeordnetenhauses verkündet: „Ich bin guter Hoffnung, dass der Verbotsantrag gegen die Fussilet-Moschee mir Ende des Monats vorliegt.“ Und seitdem hatte Islamisten-Verein in Moabit Zeit, sich auf die Razzia von Dienstag vorzubereiten.

Die Verbotsverfügung gegen die Salafisten, die ein Gericht am 15. Januar absegnete, wurde am Dienstagmorgen um 6.05 Uhr mehreren Vereinsmitgliedern überbracht. Zeitgleich haben 460 Polizisten angefangen, in Berlin die Wohnungen von 24 Mitgliedern des Moscheevereins Fussilet 33 sowie je ein weiteres Objekt in Rüdersdorf und Hamburg zu durchsuchen. Unter den durchsuchten Objekten waren auch zwei Firmensitze und sechs Hafträume in den Berliner Gefängnissen Moabit und Tegel. Dem Vereinsvorsitzenden Ismed D. – die Szene nennt ihn  den „Emir von Wedding“ – überbrachten die Beamten die Verbotsverfügung des Senats in seiner Gefängniszelle. D. sitzt wegen Unterstützung syrischer Terroristen ein. Festnahmen gab es bei der Razzia nicht.

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