Brline - Galt im Jahr 2007 nur auf 3,8 Prozent des Hauptverkehrsstraßennetzes Tempo 30, so betrug dieser Anteil Anfang 2009 bereits knapp 16 Prozent. Seitdem ließ der Senat an weiteren Abschnitten Tempo-30-Schilder aufstellen. Das geht aus der Antwort des neuen Verkehrs-Staatssekretärs Christian Gaebler (SPD) auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen-Abgeordneten Claudia Hämmerling hervor.

Der Senat bremst vor allem aus zwei Gründen den Verkehr auch auf Hauptstraßen aus: Um den Lärm zu verringern und um die Sicherheit zu erhöhen. So wurde auf Abschnitten mit einer Gesamtlänge von 55 Kilometern für die Zeit von 22 bis 6 Uhr Tempo 30 angeordnet, damit Anlieger nachts ruhiger schlafen können. „Zukünftig wird dies auf bis zu 65 Kilometer erhöht“, kündigte Gaebler an. Außerdem habe die senatseigene Verkehrslenkung Berlin vor 64 Grund- und Förderschulen Tempo 30 angeordnet, damit die Schülerinnen und Schüler sicherer zum Unterricht gelangen. Eine Längenangabe gab es in diesem Fall nicht.

Anfang 2009 galt in Berlin auf insgesamt 230 Kilometer Hauptverkehrsstraßen Tempo 30, erklärte der Staatssekretär. Auf 130 Kilometer war die Geschwindigkeitsbeschränkung den ganzen Tag über zu beachten, auf 70 Kilometern nur von 22 bis 6 Uhr. Auf den restlichen 30 Kilometern war die Anordnung in anderer Weise zeitlich beschränkt.

Danach kamen weitere Tempo-30-Abschnitte hinzu – etwa auf der Berliner Allee in Weißensee oder auf der Großbeerenstraße in Kreuzberg.