Berlin - Mehr Geld, mehr Beschäftigte, mehr Ausgaben für die Zukunft: Die Berliner Wasserbetriebe haben ihren Gewinn, die Zahl ihrer Mitarbeiter und die Höhe ihrer Investitionen im vergangenen Jahr gesteigert. Das gab der Vorstandsvorsitzende Jörg Simon am Mittwoch bekannt.

79 Prozent der Berliner Kanalwelt wurden saniert

Der Bilanzgewinn des landeseigenen Unternehmens stieg von 60 Millionen Euro in 2017 auf rund 112 Millionen Euro in 2018. Zugleich investierte es 364 Millionen Euro – satte 104 Millionen Euro mehr als im Jahr zuvor. Rund eine Million Euro pro Tag haben die Wasserbetriebe also in die Entwicklung des Berliner Trink- und Abwassersystems gesteckt.

Unter anderem 142 Kilometer Rohr- und Kanalnetz seien mit dem Geld saniert worden – das sind gut 79 Prozent der städtischen Kanalwelt. Die Berliner Klärwerke, von denen es insgesamt sechs gibt, wurden zum Teil ausgebaut und mit zusätzlichen Reinigungsstufen versehen.

Die größten Bauprojekte und Staubringer stehen noch an

Die größten Bauvorhaben aber stehen noch an: In den kommenden Jahren sollen große Leitungen unter prominenten Straße wie dem Tempelhofer Damm und der Landsberger Allee saniert werden. Mega-Bauprojekte an hochsensiblen Punkten der Stadt, die „man so lange vermieden hat wie möglich“, sagte Simon. Zurzeit sei man mit den Behörden im Gespräch, wie die Bauarbeiten so minimalinvasiv wie nur möglich gestaltet werden könnten. Dabei denke man auch über die Verlagerung der Bauarbeiten unter die Erde nach.

Für diese Projekte haben die Wasserbetriebe auch mehr Mitarbeiter eingestellt: 170 Neuzugänge gab es  2018, insgesamt sind bei dem erst 2013 rekommunalisierten Unternehmen jetzt 4 382 Menschen beschäftigt. „Der demografische Wandel stellt uns vor Herausforderungen“, so Vorstandsvorsitzender Simon. Deswegen müsse die Zahl der Neuzugänge weiter wachsen.