Monika Gawlik sitzt zufrieden an ihrem Wohnzimmertisch. „Manchmal denke ich, mein Gott, hast du Glück gehabt“, sagt sie. Ende 2013 ist die 66-Jährige in ihre neue Zweizimmer-Wohnung in der Hämmerlingstraße in Köpenick eingezogen. Der Beamten-Wohnungs-Verein zu Köpenick, eine Genossenschaft mit über 100-jähriger Tradition, hat hier 122 Wohnungen errichtet.

Während die meisten Neubauwohnungen in Berlin für Kaltmieten von 10 Euro je Quadratmeter aufwärts angeboten werden, zahlt Monika Gawlik nur 6,50 Euro je Quadratmeter. Die Warmmiete für ihre 63 Quadratmeter große Wohnung beläuft sich auf 550 Euro.

Auf Komfort muss sie dabei nicht verzichten. Ihre Wohnung hat Fußbodenheizung, einen großen Balkon, ein gefliestes Badezimmer mit Dusche und ist per Aufzug bequem zu erreichen. Vor dem Einzug durfte Monika Gawlik sogar noch die Farbe des Fußbodenbelags in den Wohnräumen und der Fliesen im Badezimmer aussuchen.

Wohnungen sehr begehrt

„Bereits vor der Fertigstellung war alles vermietet“, sagt Susanne Maier-Bluschke, die Sprecherin des Beamten-Wohnungs-Vereins. Kein Wunder. Gehören doch die Genossenschaften zu den Vermietern, die Wohnungen besonders preisgünstig anbieten. Rund 190.000 der etwa 1,9 Millionen Wohnungen in Berlin werden von den Genossenschaften verwaltet.

Im Jahr 2014 belief sich die durchschnittliche Kaltmiete bei ihnen auf 5,05 Euro je Quadratmeter. Die Genossenschaften waren damit sogar noch günstiger als die sechs landeseigenen Wohnungsunternehmen, die im selben Jahr im Schnitt eine Miete von 5,50 Euro je Quadratmeter kassierten.

Gestaffelte Preise

Möglich wird die günstige Miete von Monika Gawlik durch eine Staffelung der Preise in dem Neubauprojekt. Je nach Lage und Ausstattung der Wohnung bewegen sich die Mieten zwischen 6,50 und 11 Euro je Quadratmeter. Während im ersten Stock, wo Monika Gawlik lebt, die niedrige Miete zu zahlen ist, müssen die Mieter im Dachgeschoss den höchsten Preis bezahlen. Im Schnitt beläuft sich die Miete auf 8,24 Euro je Quadratmeter.

Ähnlich gestaffelt waren die Mieten im ersten Neubauprojekt der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft Degewo, das 2014 an der Waldsassener Straße/Ecke Pfabener Weg in Marienfelde entstand. Dort wurden die Wohnungen für Mieten zwischen 7 und 9,50 Euro kalt je Quadratmeter vergeben – im Schnitt für 8,50 Euro.