Marihuana im Lkw: Berliner Zoll und Polizei zerschlagen internationale Drogenbande

Die Täter fühlten sich lange sicher - und wussten nicht, dass Fahnder sie längst im Auge hatten.

Der Blütenstand einer Cannabispflanze
Der Blütenstand einer CannabispflanzeSebastian Kahnert/dpa

Zollbeamte und Berliner Polizisten haben fünf Mitglieder einer Drogenbande verhaftet. Ihnen wird vorgeworfen, 136 Kilogramm Marihuana nach Deutschland geschmuggelt zu haben. Der Straßenverkaufswert liegt bei rund einer Million Euro.

Nach Informationen der Berliner Zeitung griffen die Fahnder der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Rauschgift bereits am vergangenen Freitagnachmittag zu. Die aus Albanien stammenden Männer im Alter von 50, 40, 38, 27 und 22 Jahren wollten nach Angaben von Ermittlern in der Nähe einer Lagerhalle in Velten nördlich von Berlin Blütenstände von Cannabispflanzen verladen und für den Weiterverkauf vorbereiten. 

Die Täter hatten sich lange Zeit offenbar ziemlich sicher gefühlt. Allerdings hatten Fahnder von Zoll und Polizei die Bande bereits seit Längerem observiert und unter anderem ihre Telefone abgehört. Als der von dem 50-Jährigen gesteuerte Mercedes-Lkw auf dem Grundstück vorfuhr, begannen die vier anderen dort wartenden Männer damit, die Drogen aus dem Sattelauflieger in einen VW Caddy umzuladen. In dem Augenblick griffen die Fahnder zu.

In dem VW beschlagnahmten die Beamten 32.990 Euro Bargeld, das mutmaßlich aus dem Verkauf anderer Drogen stammt. Ein Richter erließ Haftbefehle gegen alle fünf Männer. Dem Vernehmen nach fahndet die Polizei nach weiteren Mitgliedern der international agierenden Bande.

Ein Sprecher des Zollfahndungsamtes Berlin-Brandenburg bestätigte der Berliner Zeitung am Dienstag, dass es den Einsatz gab. Näheres wollte er mit Hinweis auf die laufenden Ermittlungen noch nicht sagen.