Berlin - Eigentlich hätte dieses Buch erst in ein paar Monaten rauskommen dürfen: „Berlin zum Abkacken – Alle Arschlöcher nach Bezirken“. Ein Buch, das alle Berliner kollektiv als Arschlöcher, Idioten und Heuchler bezeichnet. Ein junger Autor, der sich hinter einem albernen Pseudonym versteckt und sein Gesicht nicht zeigen möchte. Es ist ein Buch wie geschaffen für das literarische Sommerloch. Nicht für den März mit der Leipziger Buchmesse und den wichtigen Veröffentlichungen. Das kann kaum ein Skandal werden. Oder doch?

Das Café Rix in Neukölln ist um halb zehn Uhr morgens noch kaum gefüllt. Kristjan Knall hat sein Buch auf einen Tisch gelegt. Knallgelbes Cover, ein stilisiertes Männchen darauf hält einem anderen eine Pistole an den Kopf. Knall sitzt hinten an einer Wand des Cafés. Mit seinen kurzen blonden Haaren und der schwarzen Sportjacke wirkt der junge Mann eher wie der Typ Informatikstudent denn wie ein Indierocker. Hier geht er sonst nie hin, nur mit Journalisten, die mit ihm über sein Buch sprechen wollen.

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