Berlins älteste Fähre F11 in Treptow-Köpenick ist vorerst gerettet

Sie darf weiter über die Spree schippern. Dank Anwohner-Proteste ist die BVG-Fähre F11 vorerst gerettet. Der Senat, der sie 2018 abschaffen wollte, gewährt der Berliner Traditionslinie zwischen Wilhelmstrand in Oberschöneweide und Baumschulenweg nun eine Schonfrist.

Spaziergänger, Radler und die Bewohner der Siedlung Wilhelmstrand nutzen Berlins älteste Fähre, die es seit 1896 gibt. Im Zehn- beziehungsweise 20-Minuten-Takt bringt das Schiff mit E-Antrieb sie das ganze Jahr lang innerhalb von zwei Minuten von einem zum anderen Ufer. Damit sollte laut Senat Ende 2017 Schluss sein. Denn in der Nähe wäre dann die Minna-Todenhagen-Brücke fertig, über die künftig Busse beide Seiten der Spree verbinden wird. Die Fährlinie F11 hätte ausgedient.

Nachdem die Senatsverkehrsverwaltung das Ende der Fähre in einer Antwort auf einer Anfrage  des SPD-Abgeordneten Lars Düsterhöft verkündet hatte, kam es zum Protest. Über 6000 Unterschriften sammelten sie, überreichten sie der Verkehrsverwaltung. Mit Erfolg. „Der Betrieb der Fähre wird für ein Jahr verlängert“, teilte Sprecherin Dorothee Winden auf Anfrage mit.