Berlin - Es ist 13 Uhr, Wolfgang Kreischer macht Pause zwischen den Sprechstunden am Vormittag und am Nachmittag in seiner Zehlendorfer Praxis. Die Abläufe haben sich eingespielt: Impftermine, Behandlungstermine, Biontech und verstauchter Knöchel, Moderna und Magenbeschwerden – Kreischer und sein Team haben ihre Routinen entwickelt während der jüngsten Infektionswelle der Corona-Pandemie. Und bei seinen Kollegen verhält es sich ähnlich. „Fast alle Hausärzte in Berlin impfen“, sagt Wolfgang Kreischer, der Vorsitzende der Hausärzteverbands Berlin und Brandenburg (BDA). In der zurückliegenden Woche hatte der DBA eine Delegiertenkonferenz. Das Stimmungsbild sei einheitlich, sagt Kreischer.

Der Ansturm ist nicht mehr so groß wie Anfang des Monats, als die Priorisierung für die Schutzimpfungen gegen Covid-19 aufgehoben wurde. „Das Problem aber“, sagt Kreischer stellvertretend für die Berliner Hausärzte, „ist nach wie vor, dass Patienten nicht absagen, wenn sie ihren Termin nicht wahrnehmen.“ Die Strategie ist einfach, macht es für die Ärzte aber kompliziert: Interessierte melden sich bei mehreren Praxen gleichzeitig für eine Impfung an und entscheiden sich am Ende für eine Option. „Und wir müssen schauen, wem wir die übrigbleibenden Dosen verabreichen“, sagt Kreischer. Bisher allerdings musste der Mediziner nur eine einzige Dosis wegwerfen.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.