Karlshorst - Nach dem Schaden an einer Oberleitung in Berlin-Karlshorst hat die Polizei am Dienstag den mutmaßlichen Tatort erneut untersucht. Spuren wurden gesucht und gesichert, wie ein Sprecher der Polizei mitteilte. Wegen des Einsatzes war nach Angaben der Bahn die Strecke der Regionalbahn zwischen den S-Bahnhöfen Wuhlheide und Karlshorst gesperrt. Drei Regionalbahnen wurden demnach über den Bahnhof Lichtenberg umgeleitet. Nach knapp anderthalb Stunden war die Strecke wieder frei.

Schriftstücke mit arabischen Schriftzeichen entdeckt

Der Staatsschutz vermutet einen politischen Hintergrund, wie die Polizei am Montag mitteilte. Es bestehe der Verdacht eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.

Laut Polizei befanden sich der Nähe der beschädigten Oberleitung Schriftstücke mit arabischen Schriftzeichen sowie eine Flagge des sogenannten Islamischen Staates (IS). 

Der Oberleitungsschaden wurde laut Polizei am Sonntagmittag von der Deutschen Bahn gemeldet. Polizisten fanden den Angaben zufolge ein gerissenes Halteseil und ein beschädigtes Versorgungskabel. Spuren seien gesichert und Beweismittel entdeckt worden, so die Polizei am Montag. Den Angaben eines Sprechers zufolge waren die Strecken von S-Bahn und Regionalbahn betroffen. (BLZ/dpa)