Friedrichshain - Es ist bitterkalt, als Klaus Lederer (Linke) von einem Tag der Freude spricht. Der Berliner Kultursenator steht an der East Side Gallery. Die Kälte dringt ungemütlich bis in dicke Jacken vor. Hinter Lederer schwebt der Kopf des sowjetischen Physikers und Dissidenten Andrej Sacharow wie ein Planet. Das Gesicht, sorgfältig auf den Beton gepinselt, sieht müde aus. Klaus Lederer aber strahlt. Auch die Herren neben ihm, Axel Klausmeier, Direktor der Stiftung Berliner Mauer, und der Künstler Kani Alavi versprühen sichtbar Glücksgefühle. Angesichts der Kälte ist das durchaus erstaunlich.

Die drei Herren haben sich an der bemalten ehemaligen Hinterlandmauer versammelt, um etwas zu verkünden, was ihnen offenbar gute Laune macht. „Ich freue mich, es ist ein Tag der Freude für mich, genau die richtige Lösung, genau der richtige Rahmen“, so sagt es Klaus Lederer. Die East Side Gallery ist jetzt der Stiftung Berliner Mauer übertragen worden. Das klingt erstmal nach einem bürokratischen Akt. Aber es ist vielmehr. Man kann wohl davon ausgehen, dass sich die Querelen der Vergangenheit um dieses Stückchen Hinterlandmauer der DDR in Zukunft nicht mehr wiederholen können.

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