Das Gastro-Magazin "Der Feinschmecker“ hat das Café "Werkstatt der Süße" in der Husemannstraße 25 in Prenzlauer Berg gerade zum besten der Stadt gekürt. Mit Geschäftsinhaber Guido Fuhrmann (43) sprach unser Autor Mathias Raabe.

Herr Fuhrmann, was ist denn bei Ihnen so der Klassiker, den die Stammkundschaft immer wieder nachfragt?

Das ist das Schokoladen-Christ-Törtchen. Es wird bei mir von vielen Kunden auch einfach Klassiker genannt. Das Törtchen besteht aus einer Vollmilchschokoladenmousse mit etwas Honig auf einem Krokant-Nougat-Boden. Das gibt es schon, seit ich die Patisserie aufgemacht habe. Das war im April 2008.

Wie viele verkaufen Sie denn davon?

So 250 Stück die Woche sind das schon. Meine Kunden kommen deswegen aus der ganzen Stadt.

Aber Sie leben nicht nur vom Klassiker?

Nee, nee, das würde nicht funktionieren. Ich habe immer 20 bis 24 verschiedene Törtchen im Angebot. Und alle zwei, drei Wochen wird etwas Neues kreiert.

Was ist denn gerade Trend?

Bei mir sind das Sachen mit Früchten: Passionsfrucht, Banane, Grapefruit und Blutorange. Und in 14 Tagen gibt es dann Rhabarber mit Tonkabohnen.

Tonkabohnen?

Ja, das ist eigentlich ein Baumkuchengewürz. Man muss experimentierfreudig bleiben.

Waren Sie überrascht, dass Sie den Feinschmecker-Preis bekommen haben?

Sagen wir mal so, ich hätte mich geärgert, wenn ich nicht wenigstens vorn mit dabei gewesen wäre.

Sie haben ein gesundes Selbstvertrauen …

Ich hatte das Glück, mich ausprobieren zu können. Gelernt habe ich von 1986 bis 1988 beim früheren Patisserie-Chef des DDR-Interhotels Metropol in der Friedrichstraße. Danach war ich unter anderem im Schlosshotel Grunewald, im Adlon und zuletzt als Patisserie-Chef im Ritz Carlton am Potsdamer Platz.