Eine dünne Scheibe aus Kunststoff trennt Elisabeth Krainer von ihrem Sohn. Theodor, so heißt der Winzling, ist gerade mal vier Tage alt und bis auf eine sehr, sehr kleine Windel und Mini-Söckchen völlig nackt. Drei Elektroden kleben auf seinem mageren Brustkorb, sein Puls ist an einem Monitor abzulesen. Theodors kleines Herz, das gerade mal so groß ist wie eine Walnuss, schlägt zurzeit etwa 120 Mal pro Minute, also ganz normal. So sehr sich seine Mutter auch freut über seine Geburt – Theodor ist am falschen Ort. Denn eigentlich sollten er und sein Zwillingsbruder Ferdinand noch zwei weitere Monate in Dunkelheit und ohne Atemluft verbringen dürfen – im Bauch ihrer Mutter. Weil sie vorzeitige Wehen hatte, mussten die beiden Jungen mit Kaiserschnitt geholt werden. Mit 1 745 und 1 915 Gramm war jeder von ihnen knapp halb so schwer wie ein durchschnittliches Neugeborenes. Zwei Monate fehlten ihnen in der Entwicklung – das klingt nicht viel. In einer Schwangerschaft ist das eine halbe Ewigkeit.

Beheiztes Kinderbettchen

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