Berlin - Luca G. ist durch Zufall hier beim Sowjetischen Ehrenmal gelandet, er hockt auf dem Fußboden in der gleißenden Montagssonne und blickt sich um. „Ich bin einfach am Park ausgestiegen und herumgelaufen“, sagt der 40-jährige Tourist aus Rom. „Ich wollte wie ein Flaneur sein und bin jetzt erst einmal beeindruckt von dieser Weite.“ Er fragt, was das für ein Denkmal sei, diese 30 Meter hohe Statue dort hinten. Als er von den Schmierereien am Ehrenmal hört, die inzwischen entfernt wurden, sagt er: „An meiner Universität in Italien haben sie gerade Dostojewski verboten.“ Er schüttelt den Kopf, das sei komplett verrückt. „Wir können nicht die Menschen und die Kultur eines Landes für die Taten von Einzelnen verurteilen.“

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