Berlin - Regina Schwenke ist eine lebensfrohe, impulsive Frau. Wenn sie redet, sprudeln die Worte nur so aus ihr heraus. Die 73-Jährige steht vor einem düsteren, kleinen Raum im betongrauen Inneren des Fichtebunkers in der Kreuzberger Fichtestraße und erzählt von dem Teil ihrer Kindheit, der sie bis heute am meisten beschäftigt. Sie zeigt auf das Türschild mit der Zahl 238. „In dieser Sechsbett-Kabine waren wir während des Krieges untergebracht. Meine Mutter und wir fünf Geschwister.“ Regina Schwenke war fünf Jahre alt, als der Fichtebunker ihrer Familie als Schlafplatz in den Bombennächten diente. Von Mai 1943 bis Herbst 1944 verbrachte ihre Familie jede Nacht in der Kabine 238, weil ihr Wohnhaus in Neukölln von einer Luftmine getroffen wurde und absackte, so dass der Keller bei Luftangriffen keinen Schutz bot.

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