Konstantin Krex (30) hat hinter der Theke im Club angefangen, als der noch Kater Holzig hieß. Jetzt ist Krex Sprecher der Holzmarkt-Genossenschaft. 
Foto: Benjamin Pritzkuleit

BerlinEigentlich ist die Spree von der Holzmarktstraße nur wenige Meter entfernt. Ohne Google Maps ist das auf Höhe der Haltestelle Jannowitzbrücke aber noch nicht zu erahnen. Bauzäune und graue Planen riegeln Weg und Blick ab, über Hunderte Meter. Die Namen einer Immobilien- und einer Unternehmensgruppe prangen auf den Planen. Kein Durchkommen. Die Menschen auf der Straße hasten vor allem zur Bahn.

Einige Schritte weiter, eine Einfahrt nach rechts, öffnet sich plötzlich die Perspektive, wechseln die Farbtöne von Grau zu Grün. Die Spree fließt ruhig und breit im Hintergrund, Bäume wachsen am Ufer, unter den tief hängenden Ästen sitzen Pärchen oder kleine Gruppen auf Holzbänken, unterhalten sich leise, trinken Kaffee oder Bier. Am Eingang weisen Schilder ein Dutzend Orte in allen Richtungen auf dem großen Gelände aus: zum Café und zur Musikschule nach links, zum „Säälchen“ nach rechts, zur Kneipe weiter geradeaus. Das Holzmarkt-Gelände ist ein eigenes Dorf, ein verwobener Organismus – der von Corona akut bedroht ist.

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