Sommerzeit ist Ferienzeit in Berlin. Immer häufiger ist es auch die Zeit der Trickdiebstähle. Denn diese treten im Sommer gehäuft auf. Das hat die Berliner Polizei bekannt gegeben und zugleich gewarnt: Die Täter wollen vor allen Dingen ältere Menschen treffen.

Rentner aus Tempelhof sollte mit neuer Masche abgezockt werden

So ist es auch am Mittwoch Nachmittag in Tempelhof zu einem besonders perfiden Betrugsversuch gekommen. Am Nachmittag klingelte bei einem 90 Jahre alten Mann das Telefon. Am anderen Ende der Leitung gab sich eine männliche Stimme als vermeintlicher Mitarbeiter der Bundesbank aus. Dieser äußerte, dass bei dem Renter das Geld überprüft werden müsse, da derzeit viel Falschgeld im Umlauf sei. Hierfür würde eine Mitarbeiterin des Landeskriminalamtes zu ihm nach Hause kommen.

Bereits nach kurzer Zeit klingelte eine falsche Kriminalbeamtin bei ihm an der Wohnungstür. Sie durchsuchte in Gegenwart des Mannes mehrere Schrankfächer in seiner Wohnung. Von dem 90-Jährigen für die Überprüfung bereit gelegtes Geld beachtete die Dame nicht. Danach verließ die falsche Beamtin die Wohnung ohne Beute.

Im Zweifel immer 110 wählen

Aus diesem Grund hat die Berliner Polizei noch einmal eindringlich vor Trickbetrügern gewarnt, die zu Hause am Telefon anrufen. Die Polizei rät davon ab, Wertgegenstände oder gar höhere Geldbeträge zu Hause zu lagern. Wenn Polizisten vor der eigenen Haustür stehen, sollte man sich immer einen Dienstausweis vorlegen lassen. Bei Unsicherheit sollte der Polizeinotruf 110 gewählt werden.

Einmal im Monat führt die Berliner Polizei kostenlose Informationsveranstaltungen durch und klärt über das Problem auf. Diese finden am Columbiadamm 4 in Tempelhof (U-Bahnhof Platz der Luftbrücke) statt. Um Anmeldung unter Telefon (030) 4664 979 222 wird gebeten. (BLZ)