Berlin - Zum Start eines der bislang größten Prozesse wegen Handels mit Schrottimmobilien rügten Verteidiger die Gerichtsbesetzung. Es sei eine andere Strafkammer für den Fall zuständig, sagte eine Anwältin am Donnerstag vor dem Berliner Landgericht. Zehn Angeklagten wird vorgeworfen, in unterschiedlicher Beteiligung überteuerte Immobilien an geschäftlich unterfahrene Privatpersonen verkauft zu haben.

Die Angeklagten, darunter zwei ehemalige Vorstände einer Immobilien AG und ein Notar, sollen an einem groß angelegten Betrug über ein Firmengeflecht in der Zeit von April 2008 bis Januar 2012 beteiligt gewesen sein. Geschädigten seien unter Täuschungen zumeist Eigentumswohnungen als «Steuersparmodelle» angepriesen worden. Die Betroffenen sollen laut Ermittlungen um insgesamt 1,4 Millionen Euro geprellt worden sein. In der 300 Seiten starken Anklageschrift sind 20 Verkäufe aufgelistet. (dpa/bb)