Berlin - Man hat derzeit nicht viele Möglichkeiten, dem Schweigen Fremder zu lauschen. Nur manchmal, in der Straßenbahn etwa, begegne ich ihm, zeitgemäß maskiert und seit neuestem uniformiert. Doch auch hinter dem immer gleichen perforierten Papier ist der Unterschied zwischen Einvernehmen und Entfremdung deutlich zu hören. Es summt, sie klirrt.

Von Wilhelm Raabe stammt der Satz: „Was Ihr Euch Liebes noch in der Welt sagen und tun könnt, das sagt und tut rasch. Morgen ist es vielleicht schon zu spät dazu.“ Ich habe ihn aus einem Kalender von 2020. Raabe gehörte das letzte Blatt, ich habe es aufbewahrt. Ein guter Ort. Manch einer mag düstere Vorahnungen hineinlesen. Ich lese nur große Weisheit und eine zeitlose, liebevolle Mahnung.

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