Berlin - Die Suche nach einem neuen Polizeipräsidenten von Berlin wird langsam spannend: Nachdem die Bewerbungsunterlagen gesichtet wurden, sind die meisten der 19 Kandidaten bereits ausgeschieden. Sie hätten die Anforderungen nicht erfüllt, hieß es im Innensenat, übrig geblieben sei ein einstelliger Personenkreis. Dieser werde nun zu Gesprächen mit der Auswahlkommission eingeladen, sagte Stefan Sukale, Sprecher von Innensenator Frank Henkel (CDU). Das Assessment Center beginne demnächst.

Nach Informationen der Berliner Zeitung sind noch fünf Kandidaten im Rennen, darunter die amtierende Polizeipräsidentin Margarete Koppers und der Chef der Bundespolizeidirektion Berlin, Klaus Kandt. Kandt gilt dem Vernehmen nach als Henkels Favorit, während die SPD eher Koppers bevorzuge. Auch Michael Knape, Leiter der Polizeidirektion 6, soll noch dabei sein.

Die Auswahlkommission wird von Innen-Staatssekretär Bernd Krömer (CDU) geleitet. Das Amt des Polizeipräsidenten ist seit Mai 2011 unbesetzt, weil Henkels Vorgänger Ehrhart Körting (SPD) seinen Favoriten Udo Hansen nicht durchsetzen konnte. Vizepräsidentin Koppers führt die Polizei seither kommissarisch.