Bei der am Donnerstagnachmittag in einer Wohnung im Seegefelder Weg in Staaken tot aufgefundenen Frau handelt es sich um die 59-jährige Mieterin. Sie war morgens nicht zur Arbeit erschienen. Bekannte informierten daraufhin die Feuerwehr, die die Tür öffnete und die Leiche entdeckte. Kurze Zeit später nahm die Polizei einen 36 Jahre alten Nachbarn unter Tatverdacht fest.

Er hatte versucht, sich das Leben zu nehmen. Das gelang nicht. Er liegt weiterhin unter Polizeischutz in einem Krankenhaus. Zeugen hatten ihn verletzt vor dem Wohnhaus im Seegefelder Weg entdeckt. Rettungssanitäter brachten ihn mit lebensgefährlichen Schnitt- und Stichverletzungen in ein Krankenhaus.

Festnahme im Krankenhaus

Nach einer Not-Operation vertraute er sich dem Klinikpersonal an, das daraufhin die Polizei informierte. Gegen den Mann wurde Haftbefehl wegen besonders schwerer Vergewaltigung und Mord erlassen. Der Verdächtige wurde noch am Donnerstag im Krankenhaus festgenommen.

Die Polizei geht von einer Beziehungstat aus. Über die Tatzeit, die Todesart und die Tatwaffe äußerte sich die Polizei am Freitag nicht. Täter und Opfer sollen allein nebeneinander liegenden Wohnungen gelebt haben. Beide lebten in gut bürgerlichen Verhältnissen.