Berlin - In der Auseinandersetzung um mehrere Wohnhäuser in Berliner Milieuschutzgebieten haben die Bezirke Friedrichshain-Kreuzberg und Neukölln in drei Fällen von ihrem gesetzlichen Vorkaufsrecht Gebrauch gemacht. Die Häuser befinden sich in der Mühsamstraße und der Bergmannstraße in Friedrichshain-Kreuzberg sowie in der Friedelstraße in Neukölln. Das geht aus einer Mitteilung der beiden Bezirke und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung hervor, die am Mittwoch verbreitet wurde.

Die Häuser, für die das Vorkaufsrecht genutzt wurde, gehören zu insgesamt 16 Immobilien, die das schwedische Unternehmen Heimstaden in einem ersten Paket in Berlin erwerben wollte. Rund zehn Häuser davon befinden sich in Milieuschutzgebieten, in denen die Bezirke ein Vorkaufsrecht haben. Dieses Recht können die Bezirke nutzen, wenn der private Erwerber sich nicht verbindlich zu einem besonderen Schutz der Mieter verpflichtet und damit die Ausübung des Vorkaufsrechts abwendet – Abwendungsvereinbarung wird eine solche Übereinkunft deswegen genannt. In den aktuellen Verhandlungen verlangten die Bezirke von Heimstaden, für 20 Jahre auf die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen zu verzichten. Dazu war Heimstaden nicht bereit.

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