Bezirkswahlen: Die SPD erobert Berlins Rathäuser

Berlin - Nach ihrem Erfolg auf Landesebene greift die SPD nun auch in den Bezirken nach der Macht. Sie könnte künftig in bis zu neun der zwölf Bezirke die Bürgermeister stellen, sechs Posten sind ihr bereits sicher. Am Donnerstagabend wurden auf den konstituierenden Tagungen der neuen Bezirksverordnetenversammlungen die Bezirksämter gewählt. Aber nur in sieben Bezirken. In Spandau scheiterte die Wahl des SPD-Mannes Helmut Kleebank und damit die Entmachtung der CDU. Weil das Schachern um Posten noch andauert, wählen Friedrichshain-Kreuzberg, Steglitz-Zehlendorf, Tempelhof-Schöneberg und Lichtenberg erst im November.

Die Sozialdemokraten erobern mit Hilfe von CDU und Grünen nun auch die beiden letzten Hochburgen der Linken in Marzahn-Hellersdorf und Lichtenberg. Die Christdemokraten stellen nur noch in Reinickendorf und Steglitz-Zehlendorf den Bürgermeister. Friedrichshain-Kreuzberg bleibt eine uneinnehmbare Festung der Grünen. Die FDP ist in keinem Bezirksparlament mehr vertreten, dafür bringt ein Neuzugang die politische Landschaft durcheinander. Die Piraten sitzen in allen Bezirksparlamenten. Neben dem Bürgermeister gibt es künftig nur noch vier Stadträte. In allen Verwaltungen gelten auch einheitliche Strukturen mit zehn Fachämtern. (ua.)