Berlin - Neugierige bleiben schon mal kurz stehen, gucken interessiert, um dann doch meist schnell weiterzugehen. Das kleine Containerdorf neben dem halb abgebauten Kino Zoo Palast ist wahrlich nicht auf Anhieb als das zu erkennen, was es sein will: eine coole Shopping-Destination, die Appetit machen soll auf das, was ab 2013 dort passiert.

Denn in einem Jahr soll das frühere Zentrum am Zoo, das in Bikini Berlin umgetauft wurde, zu einem trendigen Einzelhandelskomplex mit Gastronomie und Kulturstätte umgebaut sein. „Lebe anders“ ist das Motto, das schon überall auf Bauzäunen steht.

Einen Vorgeschmack soll die „Temporary Shopping Gallery“ an der Hardenbergstraße 29 bieten. Wo im Hintergrund Baumaschinen röhren, frittiert nun „Burger de Ville“ Pommes in Premium-Erdnussöl, wenige Meter entfernt bietet der Bike Shop „Two Wheels Good“ aus Hamburg Nobelräder und ausgewählte Accessoires an.

In anderen Boxen gibt es streng limitierte Produkte, die die Bikini-Berlin-Welt widerspiegeln sollen und „in Kooperation mit ausgewählten Designern und Marken entstanden sind“ (Originalton PR). Darunter sind ein Kräuterlikör (Borgmann 1772) in spezieller Flasche mit Metalloptik (26 Euro), Taschen von Canvasco aus recyceltem Segeltuch (jede ein Unikat für 126 Euro) sowie ein eigens von Lala Berlin entworfener Triangle-Kaschmirschal, sehr edel für 350 Euro.

Etwas gewöhnungsbedürftig erscheinen dem nicht-markenbewussten Laien die T-Shirts zum Preis von 49 Euro, die das Newcomer-Label EST. IN HELL beigesteuert hat: Schwarz auf weiß scheinen Hände Richtung Brust zu greifen, hübsch garniert natürlich – mit dem Bikini-Logo.