Berlin - Der Senat plant zahlreiche Schulneubauten in Berlin. Das ist nötig, denn bereits zum Schuljahr 2024/25 wird mit 86.000 Schülern zusätzlich gerechnet. Diese Zahl schließt auch die gut 16.000 Berufsschüler mit ein.

Über 30 Standorte stehen bereits fest. In der nebenstehenden Karte zeigen wir, wo gebaut werden soll. Besonders ungewöhnlich ist das Vorhaben in der Glockenturmstraße in Westend. Hier plante Saudi-Arabien bisher eine zweite König Fahd-Akademie. 400 Schüler sollten nach dem saudischen Lehrplan unterrichtet werden, Kritiker warnten wie auch im Fall der Bonner Fahd-Akademie vor einem fundamentalistischen Islam in dieser Schule.

Doch Saudi-Arabien brach das Projekt im Spätsommer ab, weil es offenbar den Reformplänen des dortigen Vizekronprinzen im Wege war. Dabei ist der Rohbau schon fertig. Derzeit verhandelt der saudische Staat mit der Senatsfinanzverwaltung über den Verkauf der Immobilie. „Wir wollen das Grundstück erwerben und können uns dort gut eine staatliche Grundschule vorstellen“, sagte Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen (SPD) der Berliner Zeitung.

In dringenden Fällen wird mit Holz gebaut

Die allermeisten Neubauprojekte liegen in den östlichen Bezirken, insbesondere in Lichtenberg und Pankow. Schon bald entstehen von den geplanten Neubauten zehn Schulen in einem beschleunigten Verfahren, dabei wird eine Planungsphase übersprungen. Weil es teilweise besonders schnell gehen muss, werden einzelne Neubauten nun sogar in Holzbauweise errichtet. Dabei handelt es sich um einen Sekundarschulneubau in Marzahn-Hellersdorf sowie zwei Grundschulneubauten an der Konrad-Wolff-Straße und an der Sewanstraße in Lichtenberg.