So viel Lob haben deutsche Schulen zuletzt selten erfahren: Acht Jahre nach dem Start haben Hamburger Bildungsforscher den neuen Gemeinschaftsschulen ein überaus positives Zeugnis ausgestellt. Schüler erzielten dort messbar größere Lernfortschritte als an traditionell gegliederten Vergleichsschulen in Hamburg, heißt es im Abschlussbericht zur Pilotphase, die die Wissenschaftler begleitet haben. Zudem schneiden die getesteten Gemeinschaftsschüler auch in Mathe und Naturwissenschaften deutlich besser ab als noch vor einigen Jahren.

„Das ist eine bemerkenswert positive Entwicklung“, sagte Studienleiter Ulrich Vieluf vom Hamburger Institut für Bildungsmonitoring und Qualitätsentwicklung. Ganz bedeutsam sei, dass die Lernzuwächse gerade an Gemeinschaftsschulen in sozialen Brennpunkten besonders hoch seien. Also bei Schülern, die zu Hause eine andere Sprache als Deutsch sprechen oder deren Eltern deutlich weniger als 100 Bücher besitzen. Schon seit Jahren kritisiert die OECD Deutschland dafür, dass der Bildungserfolg von Schülern hierzulande besonders abhängig sei von der sozialen Herkunft.

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