Berlin - Die SPD-geführte Bildungsverwaltung will die Gründung von Privatschulen in Berlin erschweren. Auch bereits in Berlin aktive Träger von freien Schulen sollen künftig erst nach jahrelanger Wartefrist Landeszuschüsse erhalten. Bisher bekommen zum Beispiel die evangelische Schulstiftung, die Montessori-Stiftung, Waldorf-Schulen und viele andere bewährte Träger bei der Gründung einer weiteren Schule sofort Landeszuschüsse – zunächst sind das 85 Prozent der Personalkosten, wenig später dann 93 Prozent.

Wer als in Berlin unbekannter Träger erstmals eine Grundschule gründet, musste auch bisher schon fünf Jahre auf die Landeszuschüsse warten, bei Oberschulen drei Jahre. Dies soll nun auch für bereits in Berlin aktive Träger gelten. Ein großes Hindernis ist das. „Diese Phase kann man nur mit einer Mixtur aus Selbstausbeutung, Lohndumping, Verschuldung und höheren Elternbeiträgen überstehen“, sagt Roland Kern vom Dachverband der Kinder- und Schülerläden, der auch kleinere alternative Schule vertritt.

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