Wohnen im Grünen. Der Entwurf von Cityförster/Felixx soll die räumliche Grundlage für das Quartier im Blankenburger Süden bilden.
Visualisierung:  Cityförster/Felixx

BerlinIm Blankenburger Süden in Pankow soll ein neues Stadtviertel mit bis zu 6000 Wohnungen für 10.000 bis 12.000 Menschen entstehen. Seit Montag steht fest, wer die städtebauliche Grundlage für das Quartier erarbeiten soll. Wie die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung mitteilte, soll der Plan für das Stadtquartier aus den Entwürfen der Architekturbüros Cityförster und Felixx sowie Yellow z und Bgmr entwickelt werden. Sie haben sich in einem  Werkstattverfahren aus einem Kreis von vier Planern mit ihren Ideen durchgesetzt.

Yellow z und Bgmr entwickelten unter der Überschrift „Leben und Arbeiten am Stadtrand“ einen Plan, der sich stark an der Umgebung orientiert. Wie in den angrenzenden ehemaligen Angerdörfern konzentrieren sich die öffentlichen Einrichtungen und Geschäfte um längliche Plätze im neuen Quartier, die als Anger die Zentren bilden. Die bei ihnen vorgesehenen circa 5300 Wohnungen entstehen in Häusern mit überwiegend vier bis sechs Geschossen.

„Stadt der Kreisläufe“ nennt sich das Konzept, das vom Team Cityförster und Felixx erarbeitet wurde. „Gewässer werden Bachland“, „Äcker werden Gartenland“ heißt es in dem Plan. Zugunsten größtmöglicher Freiräume entsteht dabei eine „städtische Baudichte“. Danach sind 6000 Wohnungen in meist vier- bis sechsgeschossigen Häusern geplant, Hochpunkte sollen bis zu zwölf Geschosse erreichen.

Der geringste Flächenverbrauch 

Der Entwurf von Cityförster und Felixx soll die städtebaulich-freiraumplanerische Grundstruktur in dem neuen Quartier bilden, so die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. Denn bei ihrer Arbeit handele es sich um den Entwurf mit dem geringsten Flächenverbrauch. Der Entwurf von Yellow z und Bgmr soll hingegen als Basis für die „Nutzungsverteilung“ dienen.

„Ich begrüße den Vorschlag des Entscheidungsgremiums ausdrücklich, die beiden Entwürfe von Cityförster/Felixx und Yellow z/Bgmr zusammenzuführen, um so ein tragfähiges und ausgewogenes Struktur- und Nutzungskonzept zu erarbeiten“, sagte Stadtentwicklungssenator Sebastian Scheel (Linke). Das Konzept bilde die Grundlage für die weiteren Planungen.

Flächen überwiegend in Landeshand

Offen ist noch, wo die Zentren des neuen Stadtviertels hinkommen. Nach Angaben der Stadtentwicklungsverwaltung soll aber ein Hauptzentrum in räumlicher Nähe zu Blankenburg angeordnet werden. 

Der Bezirk Pankow hofft, dass mit dem neuen Stadtviertel im Blankenburger Süden nicht nur dringend benötigter Wohnraum entsteht, sondern auch die Stadtentwicklung positiv beeinflusst wird. Ganz entscheidend sei dabei, dass die Verkehrsinfrastruktur zuerst realisiert werde. Möglichst wenige Erholungsgrundstücke in dem Gebiet, auf denen mehr als 1000 Menschen leben, sollen der Planung weichen. Wenn es nicht anders geht, sollen im Gebiet Ersatzflächen bereitgestellt werden.

Die Flächen, auf denen gebaut werden soll, befinden sich überwiegend in Landeshand. Sie sollen durch landeseigene Unternehmen und Genossenschaften bebaut werden.