Berlin - Im vergangenen Jahr gab es mehr als 15.000 Demonstrierende in Berlin, diesmal nur etwa 500 bis 1000 – Black Lives Matter scheint für viele tatsächlich ein „Trend“ gewesen zu sein. Ein paar schöne Instagram-Fotos, Likes dafür, dass man ein „Ally“ ist, also eine gute Sache unterstützt. Und heute, ein Jahr später, scheint alles wieder beim Alten.

Die „Black Lives Matter“-Demonstration startete am Freitagnachmittag vom Brandenburger Tor aus mit etwa einer Stunde Verspätung um 16.30 Uhr, unter anderem wegen technischer Probleme. Auf der Kundgebung skandieren trotzdem viele laut mit. „Black lives still matter!“, ruft der erste Sprecher ins Mikrofon. Für die Anwesenden mag das gelten – doch die breite Empörung über den Mord an George Floyd durch einen weißen Polizisten 2020 bezog sich scheinbar viel mehr auf das einzelne Ereignis als auf Polizeigewalt und Rassismus im Allgemeinen.

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