Berlin - Gut eine Woche nachdem der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) verkündete, dass Vonovia und Deutsche Wohnen nach ihrer Fusion rund 20.000 Wohnungen ans Land Berlin verkaufen wollen, werden Bedenken wegen der Folgen laut. „Es steht zu befürchten, dass mit dem Ankauf der 20.000 Wohnungen für die Ausübung des bezirklichen Vorkaufsrechts weniger Geld zur Verfügung steht“, sagt die Grünen-Abgeordnete Katrin Schmidberger. „Das darf nicht passieren.“

Denn es gebe „viele Häuser in Milieuschutzgebieten, deren Mieter jetzt Hilfe gegen drohende Verdrängung“ brauchen. „Es wäre schwer vermittelbar, wenn einige Milliarden Euro für 20.000 Wohnungen ausgegeben werden, zugleich aber die Ausübung des Vorkaufsrechts an 320.000 Euro scheitert, wie zuletzt in der Reichenberger Straße“, so Schmidberger. Sie fordert: „Wir müssen das Vorkaufsrecht stärken, indem wir die landeseigenen Wohnungsunternehmen wieder mehr in die Pflicht nehmen und indem wir zugleich mehr Mittel für die Genossenschaftsförderung bereitstellen.“

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