Berlin - Sand liegt auf dem Gehweg, darunter sind Blutspuren zu sehen. Hier, an der Rudower Straße in Neukölln, hat ein unbekannter Täter in der Nacht zum Donnerstag auf fünf junge Männer geschossen. Dabei kam der 22-jährige Burak B. ums Leben. Zwei 16 und 17 Jahre alte Jugendliche wurden schwer verletzt. Die Opfer stammen aus Einwandererfamilien. Am Freitagabend liegen Blumen auf dem Boden, Kerzen brennen, auf Briefen steht „Du fehlst uns!“ Immer wieder halten Autos an der Stelle, Männer und Frauen steigen aus, verharren für einen Augenblick in stillem Gedenken und fahren dann weiter. Auf Transparenten steht „Deutschland, wir wollen Gerechtigkeit!“ und „Warum?“

Diese Frage beschäftigt auch die Polizei. War es Eifersucht oder Rache? Ging es um Geld oder steckt Ausländerfeindlichkeit hinter der Tat? Die Polizei hat noch keine Spur zum Täter. Auch dessen Motiv ist noch völlig unbekannt. Der Fall gehört zu den schwierigsten Mordfällen der vergangenen Jahre, sagen Ermittler. Es werde in alle Richtungen ermittelt, erklärt Polizeisprecher Michael Maaß. „Konkrete Hintergründe sind zurzeit nicht bekannt.“

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