Am 21. Januar morgens kann man in unserer Region wieder eine totale Mondfinsternis beobachten, wie schon im Juli 2018. Wieder stehen Sonne, Erde und Vollmond genau in einer Achse. Der Mond zieht dabei durch den Kernschatten der Erde. Dabei schimmert er kupferrot, „da langwelliges, rotes Sonnenlicht durch die Erdatmosphäre in den Schatten hineingebrochen wird und den Mond beleuchtet“, wie Tim Florian Horn, Direktor des Zeiss-Großplanetariums in Berlin, erklärt. „Die Röte ist ein Maß für die Verschmutzung unserer Erdatmosphäre.“

Zu diesem „Blutmond“, wie er oft genannt wird, kommt ein vermeintlicher „Supermond“, weil der Erdtrabant am 21. Januar den erdnächsten Punkt auf seiner elliptischen Bahn erreicht hat. Er erscheint einige Prozent größer als im Durchschnitt, was aber nach Aussagen von Astronomen mit bloßem Auge nicht zu erkennen ist.

Ungemütlicher als im Sommer

Dieses Mal wird es bei der Beobachtung allerdings ungemütlicher sein als im Sommer. Man muss sehr früh aufstehen und sich warm anziehen. Die Chancen auf klaren Himmel stehen gut. Man sollte sich einen Ort mit freier Sicht nach Westen und Nordwesten suchen. Der Mond steht recht tief über dem Horizont. Die totale Verfinsterung dauert von 5.41 Uhr bis 6.43 Uhr.

Im Rahmen des Themenjahres „Erde – Mond“ bietet die Stiftung Planetarium Berlin Veranstaltungen zur Mondfinsternis an.

Die Archenhold-Sternwarte in Treptow und die Wilhelm-Foerster-Sternwarte auf dem Insulaner in Schöneberg werden von 4 bis 7.30 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet sein – „klares Wetter vorausgesetzt“, wie die Stiftung mitteilt. Erst im Mai 2022 wird in unserer Region wieder eine totale Mondfinsternis zu sehen sein, und zwar, während der Mond untergeht. Wer also solche Spektakel liebt, der sollte sich am Montag in die Kälte trauen. 

Veranstaltungen der Stiftung Planetarium Berlin: planetarium.berlin