Die Grundstückspreise in einigen Berliner Bezirken sind in den vergangenen zehn Jahren gewaltig angestiegen. Teilweise handelt es sich um Preissteigerungen von mehr als 1000 Prozent. Das berichtet das Portal rbb24 des Rundfunk Berlin Brandenburg auf Grundlage einer Zehn-Jahres-Analyse.

Für die Erhebung sind die aktuellen Bodenrichtwerte für Wohnlagen, jeweils in unterschiedlichen Stadtbezirken mit denen von vor zehn Jahren verglichen worden. Die Zahlen stammen dabei vom Gutachterausschuss der Immobilienbranche, auf dem jährlich Fachleute die Wohngebietslagen anhand von Kaufverträgen bewerten.

In Prenzlauer Berg stieg der Preis am stärksten

Am stärksten war die Preissteigerung demnach im Gebiet der Hagenauer Straße/Wörther Straße in Prenzlauer Berg. Kostete der durchschnittliche Quadratmeterpreis in dieser Lage im Jahr 2008 noch 460 Euro, lag dieser nach einer erneuten Ermittlung 2018 aktuell bei 5500 Euro. Konkret bedeutet dies eine Preissteigerung von 1,096 Prozent.

Nach Prenzlauer Berg erlebte Friedrichshain in der Gegend um den Samariterplatz eine der höchsten Preisexplosionen: Von 380 Euro durchschnittlichem Quadratmeterpreis im Jahr 2008 auf nun 4500 Euro.

Ohne Zweifel vollzogen sich die größten Preissprünge in den Innenstadtgebieten: Neben Prenzlauer Berg und Friedrichshain, sind die Bodenpreise für Wohngebäude auch in Gegenden in Kreuzberg, Mitte, Tiergarten und Charlottenburg rasant angestiegen.

Mitte aktuell am teuersten

Mitte landet außerdem bei den aktuellen Höchstpreisen auf Platz 1 der Luxusgegenden. Die teuerste Lage für Bodenpreise wird laut Analyse um Hausvogteiplatz und Spittelmarkt mit 11.000 Euro je Quadtratmeter verordnet (Orstteil-Durchschnitt: 5400 Euro/Quadratmeter).

Aber auch außerhalb des Innenstadtrings ist wohnen um deutlich teurer geworden. Der rbb betrachtete in seiner Analyse insbesondere auch die Bodenrichtwerte für eine „offene Bebauung“, also Wohnhäuser mit grüner Umgebung. In der Händelallee im Hansaviertel etwa hat es eine Preissteigerung von 367 Prozent gegeben, von 450 Euro im Jahr 2008, auf nun 2100 Euro.

Gesunken ist der Preis im Übrigen nirgendwo im Stadtgebiet. Die geringste Steigerung lag bei 150 Prozent am Hindenburgdamm in Lichterfelde.  (BLZ)