250-Kilo-Bombe in Hellersdorf: Polizisten sichern Sperrkreis
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BerlinSpezialisten der Berliner Polizei haben eine Weltkriegsbombe in Berlin-Hellersdorf unschädlich gemacht. Sie hätten den Zünder herausgeschnitten und kontrolliert gesprengt, sagte ein Polizeisprecher am Montagnachmittag. „Damit ist jegliche Gefahr gebannt.“ Abgesehen von einer kurzen Unterbrechung der Entschärfung wegen Menschen im Sperrkreis sei alles planmäßig gelaufen. Die Bombe selbst sollte zum Sprengplatz Grunewald transportiert und dort zu einem späteren Zeitpunkt gesprengt werden.

Sprengmeister Matthias Katulla.
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Die 13.000 Menschen, die im Sperrkreis wohnen, können nach Polizeiangaben in ihre Wohnungen zurück. Die Sperrungen würden aufgehoben. Die Bombe amerikanischer Bauart war am Donnerstag bei Bauarbeiten auf dem Gelände des Stadtguts Alt-Hellersdorf gefunden worden.

Beginn der Entschärfung verzögerte sich

Seit dem Morgen waren rund 240 Kräfte der Polizei im Einsatz, um die Bewohner im Sperrkreis zum Verlassen ihrer Wohnungen aufzurufen. Weil unerwartet viele Menschen ihre Wohnungen nicht selbst verlassen konnten, mussten mehr Krankentransporte organisiert werden. Dadurch verzögerte sich der Beginn der Entschärfung.

Der Sperrkreis erstreckte sich von der Zossener Straße im Norden bis zur Cottbusser Straße im Süden und von der Alten Hellersdorfer Straße im Westen bis zur Stendaler Straße im Osten. In dem Gebiet liegen unter anderem zwei Grundschulen.

Wie berichtet, hatten Bauarbeiter am Donnerstag auf dem Gelände des Stadtguts Hellersdorf an der Straße Alt-Hellersdorf die 250 Kilogramm schwere amerikanische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Weil keine unmittelbare Gefahr bestand, entschieden sich die Feuerwerker der Kriminaltechnik, die Bombe erst am Montag zu entschärfen.

Bombenbergung in Oranienburg

Auch in Oranienburg sorgte am Montag eine Bombenbergung für erhebliche Einschränkungen - dort war die Schifffahrt betroffen. Laut einem Sprecher des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Eberswalde, wird die Oder-Havel-Wasserstraße für die Bergung für etwa vier Wochen gesperrt. Das sei am Montag in Oranienburg festgelegt worden. Die Sperrung solle ab Montagmittag gelten.

Der Wasserweg gilt als Hauptwasserstraße von Norden und Osten nach Berlin und umgekehrt. Betroffen sind die Güter-, Ausflugs- und Freizeitschifffahrt. Die Bombe befindet sich laut Stadtverwaltung Oranienburg an einer Stelle in einer Kleingartenanlage, wo schon im Juli in mehreren Metern Tiefe zwei Weltkriegsbomben entschärft werden mussten. (mit dpa)