Der Fund eines herrenlosen Koffers hat am Samstagnachmittag am Berliner Ostbahnhof für Aufregung gesorgt. Der Bahnhof wurde teilweise evakuiert. Nach mehreren Stunden Untersuchung entpuppte sich der Inhalt des Koffers aber als harmlos, wie eine Sprecherin der Bundespolizei der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Der Koffer wurde gegen 13.50 Uhr in einem offenstehenden Gepäckschließfach gefunden. Der Besitzer wurde mit mehreren Lautsprecherdurchsagen gesucht, meldete sich aber nicht. Die Bundespolizei sperrte Teile des Bahnhofs ab. Nach Angaben eines Bahn-Sprechers wurde eines der neun Gleise des Bahnhofs gesperrt. Der Zugverkehr war jedoch nicht beeinträchtigt. Linienbusse der Berliner Verkehrsbetriebe wurden laut einer Sprecherin allerdings umgeleitet.

Ein Entschärfungskommando untersuchte den Koffer. Eine Röntgenaufnahme ergab, dass sich darin „elektronische Bauteile“ befanden, hieß es bei der Bundespolizei. Ein Versuch, das Gepäckstück mit einer Wasserkanone aufzusprengen, scheiterte. Schließlich öffneten die Sprengstoffspezialisten den Koffer manuell. Darin befanden sich ein Handy-Ladekabel und einige per Hand beschriebene Notizzettel.

Der Sprecherin der Bundespolizei zufolge enthielten die Zettel Hinweise auf die Identität des Besitzers des Koffers. Er konnte zunächst jedoch nicht eindeutig identifiziert werden. (dpa)