Brachfläche des früheren Güterbahnhofs: Am Pankower Tor entstehen 1500 neue Wohnungen

Der jahrelange Streit zwischen dem Bezirk Pankow und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung über die Bebauung der mehr als 40 Hektar großen Brachfläche des früheren Güter- und Rangierbahnhofes Pankow (Pankower Tor) scheint beigelegt. „Wir haben eine politische Einigung erzielt“, sagte der Pankower Bezirksbürgermeister Sören Benn (Linke) auf Nachfrage der Berliner Zeitung.   

Auf der mehr als 40 Hektar großen Brache, die der Möbelunternehmer Kurt Krieger (Höffner, Kraft, Sconto) vor zehn Jahren gekauft hat, soll für 500 Millionen Euro das neue Stadtquartier Pankower Tor entstehen. Immer wieder wurden die Pläne geändert, das Bauprojekt kam nicht voran.

Nachdem Bezirksbürgermeister Benn nun mit Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Linke) gesprochen, steht fest, dass das geplante Einkaufscenter am Bahnhof Pankow weitaus größer sein wird als es der Senat bisher genehmigen wollte. Bezirk und Investor Krieger hatten sich auf eine Fläche von 30.000 Quadratmetern geeinigt, der Senat wollte nur 15.000 Quadratmeter gewähren. Nun plädiert auch der Senat für eine Größe von 27.000 Quadratmetern.

Verkehrsgutachten wird erstellt

Größer als bisher geplant soll nun auch das neue Stadtviertel werden. War bisher von bis zu 1000 neuen Wohnungen die Rede, sollen nun auf Wunsch des Senats 1500 gebaut werden, ein Drittel davon zu sozialverträglichen Mieten.

Auf Grundlage der neuen Zahlen wollen sich Bezirk und Senat mit Krieger in den nächsten Wochen über einen neuen städtebaulichen Vertrag verständigen, den es schon einmal gab, der aber nie unterschrieben worden war. Dann muss ein Verkehrsgutachten erstellt werden, denn eine neue Straßenbahnlinie soll entlang des neuen Viertels bis nach Heinersdorf  errichtet werden. 

Vorerst ungeklärt bleibt, was aus dem denkmalgeschützten Areal des Rundlokschuppens wird. Als Standort für eine neue Schule mit 1200 Kindern scheint das Gelände an der Autobahnauffahrt und nahe der S-Bahnlinie ungeeignet.