Großeinsatz der Berliner Feuerwehr in der Hermannstraße.
Foto: Morris Pudwell

Berlin-NeuköllnNach dem Kellerbrand in Berlin-Neukölln, bei dem am Samstagnachmittag 32 Menschen aus einem stark verrauchten Wohnhaus gerettet worden sind, laufen die Ermittlungen zur Ursache des Feuers. „Der Brandort ist beschlagnahmt worden“, sagte eine Polizeisprecherin am Sonntag. Zunächst war unklar, wann die Ermittler das Gebäude betreten und untersuchen können. „Wir können daher noch nichts zur Entstehung des Brandes sagen“.

Brandbekämpfung gestaltete sich als schwierig

Insgesamt 180 Brandbekämpfer und Rettungskräfte waren im Einsatz. Die Bewohner waren „in höchster Lebensgefahr“. Giftige Rauchgase zogen demnach sehr schnell in das Treppenhaus. Durch Ritzen gelangte der Rauch bis in die Wohnungen. „Deshalb haben wir uns zuerst auf die Rettung der Menschen konzentriert“. Auch ein Lebensmittelmarkt im Erdgeschoss war betroffen.

Die Feuerwehr rettete 16 Menschen über das Treppenhaus. Neun konnten das Haus über tragbare Leitern durch den Innenhof verlassen. Sieben Menschen wurden dem Sprecher zufolge über Drehleitern gerettet - davon einer über das Dach, drei von einer Dachterrasse und zwei über Fenster. Zunächst waren die Menschen vor Ort in einer „Verletzten-Sammelstelle“ behandelt worden.

Die Brandbekämpfung habe sich wegen der baulichen Gegebenheiten und einer starken Hitzeentwicklung als „relativ schwierig“ erwiesen, so der Sprecher. Erst kurz vor Mitternacht galt das Feuer als gelöscht. Das Haus wurde anschließend für unbewohnbar erklärt und verschlossen. Die Bewohner konnten jedoch noch persönliche Gegenstände aus den Wohnungen holen.

Die meisten von ihnen kamen bei Freunden und Verwandten unter, das Bezirksamt bot jedoch auch Notunterkünfte an. „Durch das Feuer sind die Anschlüsse für Gas, Strom und Wasser beschädigt worden. Auch die Heizung funktioniert nun nicht mehr“, sagte der Sprecher. Es sei nicht auszuschließen, dass manche Wohnungen wegen des starken Rauchs renoviert werden müssen. Die Feuerwehr biete Beratung an.

(dpa)