Nauen - Was sich bisher immer nur als Vermutung durch den Prozess gegen eine mutmaßliche Neonazi-Bande um den NPD-Mann Maik Schneider zog, ist am dritten Verhandlungstag vor dem Landgericht Potsdam durch einen der Angeklagten bestätigt worden. Es gibt wohl Drohungen und Einschüchterungsversuche gegen einzelne Angeklagte.

Zumindest Christian B., ein dicklicher 32-jähriger Mann, der im Verfahren zunächst den Hauptangeklagten Schneider und einen weiteren Mitangeklagten schwer belastet und später seine Aussage widerrufen hatte, gab das am Donnerstag zu. Er ließ durch seinen Anwalt erklären, er sei zuletzt nicht mehr Herr seiner Sinne gewesen. Daher habe er sich vor Gericht immer mehr in Widersprüche verwickelt und seine belastende Aussage revidiert. Den Grund für dieses Verhalten nannte der gelernte Koch auch. Er habe nach dem ersten Verhandlungstag am 24. November, als er ein umfassendes Geständnis abgelegt hatte, einen Zettel an seinem Auto gefunden. Nur ein Wort stand nach seinen Angaben darauf: „Verräter“.

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