Potsdam - Im Prozess um den Brandanschlag von Nauen hat das Landgericht Potsdam abgelehnt, weitere Beweise zu erheben. Es sei im Prozess bereits erwiesen, dass der angeklagte NPD-Politiker Maik Schneider im August 2015 in Nauen (Havelland) eine als Flüchtlingsunterkunft vorgesehene Sporthalle in Brand gesetzt habe, sagte der Vorsitzende Richter der 1. Strafkammer, Theodor Horstkötter, am Dienstag.

Dies hatte Schneider auch eingeräumt. Auch die meisten mitangeklagten fünf Neonazis hätten ihre Beteiligung klar zugegeben, sagte Horstkötter. Die Plädoyers in dem Prozess sollten noch am Dienstag gehalten werden.

Schneider hatte mit mehr als zwei Dutzend Anträgen beweisen wollen, dass er bei dem Anschlag spontan und weitgehend allein gehandelt habe. Damit wollte er dem Eindruck entgegen treten, dass die Neonazi-Gruppe den Anschlag lange geplant und mit großer Energie ausgeführt habe. (dpa)