Berlin - Die Inklusion von behinderten Kindern droht in Berlin an der mangelhaften Personalausstattung zu scheitern. Unter den gegenwärtigen Bedingungen sei es ihnen nicht mehr möglich, Kinder mit sonderpädagogischen Förderbedarf an ihren Regelschulen erfolgreich zu betreuen, schreiben fast alle Grundschulleiter des Bezirks Tempelhof-Schöneberg in einem Brandbrief. „Eine Weiterentwicklung des Unterrichts und der Schulen in Richtung inklusive Schulen ist so nicht möglich.“

Dieser Hilfeschrei offenbart ein handfestes Problem. Immer mehr Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf besuchen Regelschulen, aber die Zahl der Pädagogen bleibt auf niedrigem Niveau. Vor 15 Jahren waren nur 28 Prozent aller Kinder mit Behinderung an Regelschulen, in diesem Jahr sind es schon über 58 Prozent. Die Zahl der dafür zur Verfügung gestellten Lehrerstellen ist im gleichen Zeitraum nur um gut 200 auf 1415 Stellen gestiegen. „Wenn ein auffälliges Kind austickt, ist keiner mehr da, der es beruhigen kann“, berichtet ein Schulleiter. Darunter leide eine Klasse.

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