Im Bildungsministerium in Potsdam wird es in diesem Jahr keinen Besuch der Sternsinger geben. Bildungsminister Günter Baaske (SPD) hätte die Sternsinger "in seinem Ministerium willkommen geheißen", sagte Pressesprecher Florian Engels. Doch eine Terminvereinbarung habe es bislang nicht gegeben.

Noch vor einem Jahr hatten die Jungen und Mädchen am Neujahrsempfang der damaligen Bildungsministerin Martina Münch (SPD) teilgenommen. Danach beschwerte sich der Personalrat des Ministeriums über eine angebliche religiöse Vereinnahmung. Mitarbeiter des Ministeriums hatten das Gremium gebeten, "ihr Unverständnis für die Präsentation dieser religiös geprägten Teile im Zusammenhang mit einer dienstlichen Veranstaltung zum Ausdruck zu bringen", heißt es in einem am 4. März 2014 bekannt gewordenen Beschwerdebrief.

Sternsinger im Berliner Abgeordnetenhaus und im Potsdamer Landtag

Dagegen werden die Sternsinger am 6. Januar im Potsdamer Landtag und am 8. Januar in der Staatskanzlei zu Gast sein. Im Berliner Abgeordnetenhaus sowie im Roten Rathaus werden die Kinder am 7. Januar erwartet.

Rund 2000 Sternsinger des katholischen Erzbistums Berlin sammeln in den kommenden Tagen Spenden für Hilfsprojekte auf den Philippinen. Beteiligt an der Aktion um den Dreikönigstag am 6. Januar sind Kinder und Jugendliche aus 100 verschiedenen Gruppen und Gemeinden, teilte ein Bistumssprecher am Freitag in Berlin mit. Als Heilige Drei Könige verkleidet segnen die Mädchen und Jungen Häuser und Wohnungen.

Die alljährliche Spendenaktion der Sternsinger widmet sich traditionell Hilfsprojekten in armen Ländern. Sie gilt als weltweit größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder. Das gesammelte Geld kommt diesmal vor allem Nahrungsmittelprojekten auf den Philippinen zugute. Etwa jedes dritte Kind aus dem asiatischen Inselstaat ist wegen chronischer Mangel- und Unterernährung zu klein für sein Alter, hieß es. Bundesweit eröffnet wurde die inzwischen 57. Kampagne am vergangenen Dienstag in Paderborn. Der Brauch geht auf die Heiligen Drei Könige aus der biblischen Weihnachtsgeschichte zurück. Bei der Sternsinger-Kampagne vor einem Jahr kamen im Erzbistum Berlin insgesamt 310 930 Euro zusammen. In ganz Deutschland betrug das Spendenaufkommen gut 44 Millionen Euro. (BLZ)