Kremmen - Christian Haferkorn ist Koch. Bei Oranienburg betreibt der 34-Jährige eine Kochschule und einen Cateringservice. 2020 ist das Jahr, in dem er richtig durchstarten wollte, Geld verdienen, mehr Mitarbeiter einstellen. „Wir wollten wachsen, tiefschwarze Zahlen schreiben.“ Doch dann kam die erste Corona-Welle. Haferkorn nahm sie wie ein Fels: „Ich bin einer der ruhigsten und entspanntesten Menschen, die man sich vorstellen kann“, sagt er. Und man glaubt es sofort. Doch die zweite Welle und die erneute Absage sämtlicher Veranstaltungen in diesem Herbst und Winter treffen ihn mit neuer Wucht. Jammern kommt trotzdem nicht in die Tüte.

In den riesigen silbernen Töpfen auf dem Herd dampft es dramatisch, während Haferkorn erzählt. Er kocht Knochen aus für Wildsoße, gestern haben sie 600 Rouladen gerollt. Buffetts für 800 Personen, Empfänge im Landkreis, Gedenkfeiern, Neujahrsempfänge, Weihnachtsfeiern, Familienessen – die Auftragsbücher seien für dieses Jahr gut gefüllt gewesen. Selbst für diesen Winter unter besonderen Vorzeichen hatte er schon eine zündende Idee: Pop-up-Gänseessen in einer Industriehalle mit viel Platz in Oranienburg. Die Weihnachtsbäume für die Deko hatte er bereits bestellt, als sich abzeichnete, dass er wieder einmal würde jonglieren müssen.

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