Bei den Kämpfen in der Ukraine ist offenbar auch ein Deutscher getötet worden. Es soll Björn C. aus Brandenburg sein. Eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes bestätigte, dass es sich um einen Deutschen handelt. „Wir bemühen uns um Aufklärung und stehen mit den ukrainischen Stellen in Kontakt“, sagte sie. Zu Details wollte sie sich noch nicht äußern.

Neben dem Deutschen, der nördlich von Berlin gelebt haben soll, wurden nach ukrainischen Angaben auch drei Männer aus den Niederlanden, Frankreich und Australien getötet. Alle gehörten der Internationalen Legion der Territorialverteidigung an. „Wir haben unsere Brüder im Kampf verloren, aber ihre Tapferkeit, ihr Andenken und ihr Vermächtnis werden uns immer inspirieren“, teilte die Freiwilligenbrigade mit. Der Erklärung sind Fotos der Männer im Kampfanzug beigefügt.

Russisches Verteidigungsministerium: Hunderte „Söldner“ getötet

Ein Kamerad von Björn C. sagte der Bild am Sonntag, dass sie im Osten von Charkiw stationiert gewesen seien. Als am 31. Mai eine Granate eingeschlagen sei, sei Björn C. von Granatsplittern schwer verletzt worden und beim Transport ins Feldkrankenhaus gestorben.

Seinen Angaben zufolge wollte der 39-Jährige offenbar in den nächsten Monaten zurück in seine Heimat, zu seiner Freundin und seinem Kind.

Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums wurden in den vergangenen Wochen Hunderte „ausländische Söldner“ getötet. Drei Tage nach dem Beginn des russischen Angriffskriegs hatte die Ukraine die Aufstellung einer internationalen Brigade aus Freiwilligen angekündigt. In der Folge meldeten sich nach ukrainischen Angaben rund 16.000 Freiwillige aus mehr als 50 Ländern. Allerdings wurden danach immer wieder Klagen laut über schlechte Organisation und fehlende Waffen. Viele Freiwillige quittierten den Dienst.

Wie der US-Marine Andrew Milburn in der Fachzeitschrift Task & Purpose einschätzte, seien die meisten Kämpfer inzwischen entlassen, getötet oder verwundet worden. Der Plan, eine ukrainische Fremdenlegion aufzustellen, laufe definitiv nicht gut.