Die Flüchtlinge vom Brandenburger Tor sind in ein festes Winterquartier umgezogen. Die 25 Asylbewerber hätten am Montagabend und am Dienstagvormittag Wohnungen der katholischen Aachener Wohnungs- und Siedlungsgesellschaft im Bezirk Neukölln gezogen, sagte ein Caritas-Sprecher am Dienstag. Dort können die illegal in Berlin lebenden Flüchtlinge vorerst bis Ende Januar fünf renovierte, einfach eingerichtete Unterkünfte nutzen. In einer sechsten Wohnung zur Gemeinschaftsnutzung gebe es unter anderem die Möglichkeit, Wäsche zu waschen, so die Caritas, die die Menschen gemeinsam mit der Diakonie betreut.

Die Flüchtlinge waren im Oktober zehn Tage lang vor dem Brandenburger Tor in den Hungerstreik getreten, um ein Bleiberecht für sich zu erreichen. Danach hatte sie vorübergehend die evangelische Heilig-Kreuz-Kirche in Kreuzberg beherbergt. Die Flüchtlinge beendeten ihren Hungerstreik am 19. Oktober vorläufig und setzten ihn bis Ende Januar aus. Bis dahin hatte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge ihnen zugesagt, ihre Asylanträge erneut zu prüfen. (dpa)