Neuhardenberg - Auf Schloss Neuhardenberg ist am Sonntag zum zehnten Mal der Brandenburgische Kunstpreis verliehen worden. Mit dem Ehrenpreis des Ministerpräsidenten wurde der 79-jährige Maler und Grafiker Ronald Paris für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Die Ehrung übernahm für den erkrankten Matthias Platzeck (SPD) Kulturministerin Sabine Kunst (parteilos). Paris sei ein Künstler, dessen Werke niemanden kalt lassen, sagte sie. Er habe einmal erklärt, dass es um das Kleine im Großen und das Große im Kleinen gehe, darum jedes Detail sinnlich zu erfassen. «Dieser Preis bedeutet, dass der Künstler etwas Besonderes geleistet hat und auch in der Gegenwart leistet», betonte Kunst.

In der Kategorie Malerei wurde der in Werbig (Märkisch-Oderland) lebende Künstler Helge Leiberg ausgezeichnet. In der Kategorie Kleinplastik gewann Bildhauer Knuth Seim, der sein Atelier in Garlitz (Havelland) hat. Im Segment Grafik überzeugte Matthias Friedrich Muecke aus Falkenberg (Märkisch-Oderland) die Jury mit einem Buch zu Bertolt Brechts «Surabaya-Johnny».

Das von Kulturministerium ausgelobte Förderstipendium ging an den jungen Cottbuser David Lehmann. Die prämierten Arbeiten und weitere Werke der Künstler sind bis 4. August im Schloss Neuhardenberg zu sehen. Der Brandenburgische Kunstpreis wird von der «Märkischen Oderzeitung» in Zusammenarbeit mit der Stiftung Schloss Neuhardenberg ausgeschrieben. (dpa/bb)