Die Flughafengesellschaft ist einen Schritt weiter gekommen bei der Lösung der Brandschutzprobleme am BER. Nach Informationen der Berliner Zeitung liegen erste Simulationen für die Entrauchung des Tiefbahnhofs und der Terminalebene darüber vor. Diese Problematik gilt derzeit als der kritischste Punkt des Projekts. Das Eisenbahnbundesamt (EBA) hatte Anfang des Jahres auf Mängel in der bisherigen Planung hingewiesen.

Normalbetrieb wird simuliert

Die jetzt vorliegenden Berechnungen simulieren den Normalbetrieb am Bahnhof des Hauptstadtflughafens. Sie werden nun vom Bauordnungsamt geprüft. Wie es hieß, sind die Ergebnisse positiv. Damit dürfte der Druck auf das EBA steigen, von den Maximalforderungen für den Brandschutz abzuweichen.

Die Behörde beharrt bislang darauf, dass die Entrauchung auch gewährleistet sein muss, wenn mehrere Züge gleichzeitig mit hoher Geschwindigkeit in den Bahnhof fahren und die Luft entsprechend verwirbelt wird. Tatsächlich ist dieses Szenario äußerst unrealistisch – schon wegen der begrenzten Kapazität der Strecken zum BER. Die Simulationen für das Worst-Case-Szenario sollen bis Mitte Juni fertig sein.