Berlin - Der Bezirk Mitte sieht sich vom Zwangsverwalter des Kunsthauses Tacheles, der Berliner Kanzlei Schwemmer, instrumentalisiert. „Man könnte den Eindruck haben, dass wir in eine Sache hineingezogen werden, für die wir eigentlich nicht zuständig sind“, sagte Baustadtrat Carsten Spallek (CDU) am Dienstag.

Der Zwangsverwalter selbst hatte eine Anzeige wegen „unhaltbarer Zustände zur Brandsicherheit“ eingereicht. Deswegen habe die Bauaufsicht laut Spallek tätig werden müssen und hatte, wie berichtet, am Montag das Tacheles für das Publikum gesperrt, die Nutzer aber nicht erreicht. Nach einer gemeinsamen Begehung am Dienstag stellte der Bezirk in Aussicht, den Zugang nach Erfüllung von Auflagen wieder zu gewähren.

Für den 4. September ist die Räumung des Kunsthauses terminiert. Es liege nahe, so Spallek, „dass das Grundstück bei der Zwangsversteigerung ohne Nutzer mehr wert ist.“