Berlin - Ein Feuer hat in der Nacht zu Montag Teile des ehemaligen Berliner Spreeparks verwüstet. Der Brand war in der Nacht zum Montag laut Berliner Feuerwehr absichtlich gelegt worden. Auf dem etwa 30 Hektar großen Areal des einstigen Vergnügungsparks brannte es auf etwa einem halben Hektar. Es wurden mehrere Brandherde entdeckt.

Alte Häuser und Kulissen für Filmaufnahmen brannten vollständig aus; das bekannte Riesenrad blieb von dem Feuer verschont. Verletzt wurde niemand. 100 Feuerwehrleute waren bei den mehrstündigen Löscharbeiten im Einsatz.

Die Rettungskräfte rückten auch mit Mehrzweckbooten an - von der Spree aus. Von den etwa 1,5 km entfernten Hydranten wurde über extra gelegte Leitungen Löschwasser geliefert.

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Das gesamte Areal des ehemaligen Freizeitparks gehört seit Ende März wieder dem Land Berlin. Der Liegenschaftsfonds hatte das seit 13 Jahren geschlossene Parkgelände zurückgekauft. Für zwei Millionen Euro wurde das bis 2061 laufende Erbbaurecht für das insgesamt etwa 30 Hektar große Grundstück zurückerworben. Berlins einst einziger ständiger Vergnügungspark sollte nun aus seinem Dornröschenschlaf geweckt werden.

Der Pächter war pleitegegangen und auch durch Drogenschmuggel in großem Stil in die Schlagzeilen geraten. Hohe Schulden hatten das Gelände belastet. Dafür war mit der Gläubigerbank eine Lösung gefunden worden. (dpa)